Aktuelles, Infos & Tipps Mai 2019

Oldenburg: Alle guten Dinge sind drei!

Am 5. Oktober wird das Seminar "Hurra, wir streiten uns" zum dritten Mal in Oldenburg sein!

"Alle guten Dinge sind drei", haben sich die Teilnehmer der beiden Grundlagenkurse der Reihe "Hurra, wir streiten uns" gesagt und sich gewüncht, dass wir im Oktober weiter machen. Bei aller Ernsthaftigkeit des Themas haben wir wieder gemerkt, was es für einen Spaß machen kann, an der eigenen Konfliktfähigkeit zu arbeiten und dass es viel Gelegenheit zu Freude und zu schallendem Gelächter gibt.

Liebevolle Selbstannahme ist dabei das Zauberwort. Wie befreiend es ist, nicht perfekt sein zu müssen! Was für ein Glück zu erleben, dass man ja doch schon etwas kann und in Sachen Konfliktfähigkeit gar nicht mit leeren Händen dasteht.Wie gut, dass man nicht alleine dasteht mit seinem Wunsch nach Konfliktvermeidung, Anpassung oder Streitlust.

Die Erkenntnis "Ach herrje, ich bin ja jemand, von dem auch Konflikt ausgeht" kann ein tief bewegender Moment sein, der erstmal unangenehm scheint, doch wer mutig und mit Empathie zu sich selbst weitergeht merkt: Plötzlich verstehe ich andere besser - und mich selbst auch.

So kommt Bewegung in etwas, das man vorher als völlig festgefahren erlebt hat. Man hat wieder die Wahl und Wahl ist Freiheit.

So kann einem ein Konflikt letztendlich zu einem richtigen Glücksgefühl verhelfen. So stellen wir immer wieder neu fest:

Hurra, wir streiten uns!

"Du hast da ja Themen mit uns gemacht, die ganz schön ans Eingemachte gehen, aber Du machst das mit so einer Leichtigkeit und einem tollen Humor, dass das gar nicht so schlimm ist. Im Gegenteil, ich habe viel Informationen erhalten und nehme viel mit" sagte ein Teilnehmer hinterher und das hat mich natürlich sehr gefreut.

Im Oktober sehen wir uns also wieder in Oldenburg - Es sind auch immer wieder neue Teilnehmer willkommen. Die Seminare sind so gestaltet, dass man voraussetzungslos kommen kann.

Also einfach mal ausprobieren. Wenn ich auch in Ihre Stadt kommen soll: Schreiben Sie mir einfach eine Mail (info@borowita.de) oder rufen Sie an (0178 7705822).

 

 

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Rüdiger Lenz spricht mit Christiane Borowy über Empathie und Konflikte

Ich wurde von dem Konfliktexperten, Rüdiger Lenz (Nichtkampf-Prinzip, Die Fratze der Gewalt) für den Sender KenFm zum Gespräch eingeladen. In der Sendereihe "M-Pathie" haben wir uns eine Stunde lang zum Thema "Konflikte verstehen und mit Achtsamkeit bewältigen" und dessen Bedeutung für Individuum und Gesellschaft unterhalten.

 https://kenfm.de/m-pathie-christiane-borowy/

Wenn man versteht, wie Konflikte tendenziell ablaufen, hat man Orientierung und kann analysieren, was geschieht. Dadurch wird man nicht so leicht von Emotionen wie Wut oder Angst überwältigt.

Ein tieferes Verständnis von Konflikten ist also auch eine Hilfe, eine Kultur des friedlichen Lösens von Konflikten zu etablieren.

In einer Zeit, in der man sich angesichts vieler Kriege hilflos fühlen kann, eröffnet einem der Blick auf die eigene Konfliktfähigkeit die Möglichkeit, etwas für Frieden zu tun, indem man lernt, inneren Frieden zu kultivieren. Man kann die Welt nicht ändern, aber sich selbst.

In der Folge kann sich tiefer Frieden in den eigenen Beziehungen entwickeln. Man befriedet also durch Verständnis von Konflikten und dem Schulen der eigenen Konfliktfähigkeit das unmittelbare Umfeld.

Das ist ein Beitrag zum Frieden, den jeder leisten kann und der Freude bringt, auch in Situationen, die zumächst sehr festgesetzt und verfahren scheinen.

Achtsamkeit, das heißt das Beobachten der eigenen Gedanken und Gefühle verschafft dabei Zeit, den Blick auf das Konfliktgeschehen zu richten und sich wieder zu entspannen.

Achtsamkeit bedeutet auch, einen empathischen Blick auf sich selbst zu haben. Viele Konflikte lassen sich dadurch schon entschärfen, dass man sich selbst friedlich anspricht. Dann klappt´s auch mit dem Nachbarn.

Frieden bedeutet dabei keineswegs, wegzulächeln, wenn einem Übles angetan wird. Im Gegenteil ist es manchmal gut zu wissen, wenn ein Konflikt so weit eskaliert ist, dass Reden und Debattieren keinen Sinn mehr hat. Da kann es eine Hilfe sein, sich an eine Stelle zu wenden, die den Konflikt löst oder man selbst steigt aus dem Konflikt aus, zum Beispiel durch Kontaktabbruch, Umzug, Jobwechsel etc, um sich zu schützen.

Das Prinzip der körperlichen uns seelischen Unversehrtheit steht an oberster Stelle. Dies zu berücksichtigen führt zu einer Haltung, in der unfriedliche Täter benannt werden können, jedoch auch das eigene Konfliktverhalten (wohlwollend) hinterfragt werden und souverän und empathisch durch die verschiedenen Arten von Konflikten navigiert werden kann.

Es war für mich ein sehr lebendiges und gleichzeitig berührendes Gespräch mit Rüdiger Lenz, der selbst aus seiner jahrelangen Arbeit mit Straftätern eine Theorie der Gewaltlosigkeit entwickelt hat.

 

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