Aktuelles, Infos & Tipps 2019

Illustration des Gesprächs Rüdiger Lenz und Christiane Borowy

Die Fotografin Anke Westermann, die ich über ihr Projekt "Blick für den Frieden" kennengelernt habe, welches in naher Zukunft veröffentlicht wird, war von dem Gespräch zwischen Rüdiger Lenz und mir so inspiriert, dass sie es illustriert hat.

Das freut mich wirklich sehr. Denn so bleibt unser Denken lebendig: Durch Bilder. Durch Bilder wird unser Herz angesprochen, nicht allein das, was wir Verstand nennen. Es mag für manchen erstaunlich klingen, aber unser Herz umfasst unser Denken. Bei allem, was wir denken, spielt immer das Herz eine Rolle, zum Beispiel durch ein aus dem Herzen aufsteigendes Gefühl, das uns nach Wahrheit suchen lässt. Alles, was ohne Herz gedacht wird, ist eine reine "Kopfgeburt" und kein wirklich lebendiges Denken. Dies führt oft zu dogmatischem Denken und dieses wiederum führt zu Konflikten.

Ich danke Anke Westermann herzlich für diese schöne Darstellung und die Erlaubnis zur Veröffentlichung.

Hier der link zur Website von Anke Westermann https://dieanke.wordpress.com/menschen/

 

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Rüdiger Lenz spricht mit Christiane Borowy über Empathie und Konflikte

Ich wurde von dem Konfliktexperten, Rüdiger Lenz (Nichtkampf-Prinzip, Die Fratze der Gewalt) für den Sender KenFm zum Gespräch eingeladen. In der Sendereihe "M-Pathie" haben wir uns eine Stunde lang zum Thema "Konflikte verstehen und mit Achtsamkeit bewältigen" und dessen Bedeutung für Individuum und Gesellschaft unterhalten.

 https://kenfm.de/m-pathie-christiane-borowy/

Wenn man versteht, wie Konflikte tendenziell ablaufen, hat man Orientierung und kann analysieren, was geschieht. Dadurch wird man nicht so leicht von Emotionen wie Wut oder Angst überwältigt.

Ein tieferes Verständnis von Konflikten ist also auch eine Hilfe, eine Kultur des friedlichen Lösens von Konflikten zu etablieren.

In einer Zeit, in der man sich angesichts vieler Kriege hilflos fühlen kann, eröffnet einem der Blick auf die eigene Konfliktfähigkeit die Möglichkeit, etwas für Frieden zu tun, indem man lernt, inneren Frieden zu kultivieren. Man kann die Welt nicht ändern, aber sich selbst.

In der Folge kann sich tiefer Frieden in den eigenen Beziehungen entwickeln. Man befriedet also durch Verständnis von Konflikten und dem Schulen der eigenen Konfliktfähigkeit das unmittelbare Umfeld.

Das ist ein Beitrag zum Frieden, den jeder leisten kann und der Freude bringt, auch in Situationen, die zumächst sehr festgesetzt und verfahren scheinen.

Achtsamkeit, das heißt das Beobachten der eigenen Gedanken und Gefühle verschafft dabei Zeit, den Blick auf das Konfliktgeschehen zu richten und sich wieder zu entspannen.

Achtsamkeit bedeutet auch, einen empathischen Blick auf sich selbst zu haben. Viele Konflikte lassen sich dadurch schon entschärfen, dass man sich selbst friedlich anspricht. Dann klappt´s auch mit dem Nachbarn.

Frieden bedeutet dabei keineswegs, wegzulächeln, wenn einem Übles angetan wird. Im Gegenteil ist es manchmal gut zu wissen, wenn ein Konflikt so weit eskaliert ist, dass Reden und Debattieren keinen Sinn mehr hat. Da kann es eine Hilfe sein, sich an eine Stelle zu wenden, die den Konflikt löst oder man selbst steigt aus dem Konflikt aus, zum Beispiel durch Kontaktabbruch, Umzug, Jobwechsel etc, um sich zu schützen.

Das Prinzip der körperlichen uns seelischen Unversehrtheit steht an oberster Stelle. Dies zu berücksichtigen führt zu einer Haltung, in der unfriedliche Täter benannt werden können, jedoch auch das eigene Konfliktverhalten (wohlwollend) hinterfragt werden und souverän und empathisch durch die verschiedenen Arten von Konflikten navigiert werden kann.

Es war für mich ein sehr lebendiges und gleichzeitig berührendes Gespräch mit Rüdiger Lenz, der selbst aus seiner jahrelangen Arbeit mit Straftätern eine Theorie der Gewaltlosigkeit entwickelt hat.

 

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"Hurra wir streiten uns" Feedback (Gedicht)

Ich habe von einer Teilnehmerin nicht nur ein schönes Feedback bekommen, sondern sie hat es auch in Gedichtform geschrieben. Was für eine schöne Idee! Ich bin sehr berührt und sage Danke!

"In Christianes Seminaren wird nicht nur gesessen:
Sitzen-Aufstehen-Sitzen -und das Atmen nicht vergessen!

So - und nun alle aufstellen nach dem ABC,
Gruppen bilden, "Stühle rücken" - aber tut euch nicht weh!

Von den Konflikten gibt es viele, ganz verschiedener Natur
im Sozialen oder Inneren, bei Beziehungen oder der Struktur.

Wo befindest Du Dich gerade bei der Konflikteskalation?
Achtung, denn bei Stufe 9 ist Endstation.

Kurzum, hört auf Eure Gefühle und bleibt in der Achtsamkeit,
dann könnt ihr jederzeit sagen: Hurra, wir haben einen Streit!"

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