Gedanken ohne Ende zum Frieden

Auf das Wesentliche besinnen

Wozu die ganze Anstrengung? Glasl schreibt, dass Konfliktfähigkeit die Utopie vom Frieden retten könnte. Doch was ist der Nutzen? Auch hier ist wieder Achtsamkeit gefragt: Einmal einen Ein- und Ausatemzug lang könnte man sich vorstellen: Wer wäre ich, wenn ich Konflikte friedlich lösen könnte? Was hätte ich dadurch für eine Wirkung auf andere? Was könnte das zum Frieden beitragen? Was kenne ich für friedliche Momente, auch in meiner eigenen (Friedensbewegungs- und Menschheits-) Familie?

Wenn es einem dann gelingt, einen Konflikt durch Änderung des eigenen Verhaltens umzuwandeln, wird man vielleicht feststellen können, was für eine Erleichterung und Freude das sein kann. Wenn man etwas Neues ausprobiert, kann man auch positive Erfahrungen machen. Das Positive an Konflikten kann sein, dass man seine Kraft spürt und seine Bedürfnisse erfüllt bekommt. Ein Mensch, mit dem man sich in konstruktiver anstatt destruktiver Weise gestritten hat, rückt einem näher. Das wiederum nimmt Konflikten ihren bedrohlichen Charakter, führt uns aus der Angst und stärkt unseren Mut.

Zurück